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Haarausfall

Ein Ausfall von 70-100 Haaren pro Tag ist vollkommen normal. Problematisch wird es dann, wenn die Haare nicht mehr nachwachsen.
In diesem Fall oder wenn mehr als ca. hundert Haare pro Tag ausfallen spricht man von „krankhaftem“ Haarausfall (Alopezie).
Männer sind hiervon häufiger betroffen als Frauen. So leiden schätzungsweise 1,5 Millionen Männer und 500.000 Frauen in Deutschland unter Haarverlust. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlich.

Drei Hauptformen des Haarausfalls

1. Hormonell-erblicher Haarausfall (Alopecia androgenetica)

Männer:
Beim hormonell-erblichen Haarausfall lichten sich die Haare zunächst an den Schläfen und an der Stirn. Es entstehen Geheimratsecken und später eine Stirnglatze. Dann dünnt das Haar am Hinterkopf aus, es entsteht eine Tonsur. Nach und nach sterben die Haarwurzeln ab und die Haare fallen aus. Die Alopecia androgenetica ist mit rund 95 Prozent die häufigste Ursache von Haarausfall. Männer sind am häufigsten betroffen. Bei ihnen lichten sich die Haare schon im jungen Erwachsenen- oder sogar im Jugendalter. Etwa jeder zweite Mann leidet darunter.

Frauen:
Frauen produzieren zwar ebenfalls geringe Mengen an Testosteron, sie erleiden aber seltener einen hormonell-bedingten Haarausfall. Vor der Menopause haben etwa zehn Prozent der Frauen eine androgenetische Alopezie, nach den Wechseljahren sind es 20 bis 30 Prozent.
Die Hormonumstellung in dieser Zeit begünstigt den Haarausfall.

Die Ursache des hormonell-erblichen Haarausfalls ist eine genetisch bedingte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber einer bestimmten Form des männlichen Sexualhormons Testosteron. Die Wachstumsphase (Anagenphase) der Haare wird immer kürzer und die Follikel schrumpfen zunehmend. Sie produzieren schließlich nur noch kurze, dünne, kaum sichtbare Wollhaare (Vellushaare).

2. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Alopecia areata ist die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung (ca. 1,4 Mio. Menschen in Deutschland) und tritt in jedem Lebensalter auf, bevorzugt im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt. Typischerweise liegen am behaarten Kopf eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen vor. Daher spricht man auch von kreisrundem Haarausfall.
Man nimmt an, dass Immunzellen, die sich eigentlich um die Abwehr von Viren, Bakterien und Pilzen kümmern sollen, ihre Aktivität gegen die Zellen in den Haarwurzeln des eigenen Körpers richten (Autoimmunreaktion). Die Haare werden somit vom Immunsystem als „fremd“ erkannt und deshalb abgestoßen.


3. Diffuser Haarausfall
Vom diffusen Haarausfall spricht man, wenn die Haare vom gesamten Kopf abfallen. Dieser Haarausfall tritt mehr bei Frauen als bei Männern auf. Ursachen können Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, Infektionen, Kopfhauterkrankungen, Lupus, Stress oder eine Fettunterversorgung sein.


Wann sollte man zum Arzt gehen?
Dass man jeden Tag Haare verliert, ist ganz normal. Sind es aber zu viele und wachsen sie nicht mehr nach, sollten man einen Arzt aufsuchen. Er kann feststellen, welche Form des Haarausfalls vorliegt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Medikamentöse Therapie

Die in der Regel vom Arzt verordnete medikamentöse Therapie basiert im wesentlichen auf 3 Wirkstoffen:
Finasterid (innerlich), 17a-Estradiol und Minoxidil (äußerlich).

Diese Mittel sind für die hormonell-erblich bedingte Alopezie geeignet. Allen gemeinsam ist, dass sich ihre Wirkung erst nach einigen Monaten entfaltet und nicht von Dauer ist. Das heißt: Nach Absetzen der Präparate kehrt der Haarausfall zurück.

Haarausfall: Das können Sie selbst tun
Neu entwickelt wurde ein Medizinprodukt zur Behandlung des androgenetischen und diffusen Haarausfalls mit  Sägepalmextrakt, Diamino-pyrimidin-oxid und Gingko Biloba.


Sägepalm-Extrakt
Sägepalm-Extrakt blockiert die Produktion von DHT, das Haarausfall verursachen kann. Er hat sich in einigen Studien als effektiv zur Vorbeugung von Haarausfall erwiesen.

Diamino-pyrimidin-3-oxid (DPO)
DPO, ein mit Minoxidil verwandter Wirkstoff, soll der vorzeitigen Erschöpfung der Haarwurzeln entgegen wirken und so eine bessere Verankerung des Haares in der Kopfhaut ermöglichen.

L-Cystin
L-Cystin ist integraler Baustein des Keratins, der Haarbausteine. Verschiedene Studien, bei denen neben B-Vitaminen auch L-Cystin eingenommen worden sind, führten zu einer signifikanten Verbesserung androgenetisch bedingten Haarausfalls.
Haarverlust und Glatzköpfigkeit sind nämlich oft auf einen Mangel an schwefelhaltigen Aminosäuren zurückzuführen, speziell auf L-Cystin. Menschen mit Haarausfall haben häufig einen niedrigen Cystin-Wert. Versuche an Menschen und Tieren haben gezeigt, dass sich durch Zufuhr schwefelhaltiger Aminosäuren sowohl die Haarstruktur des einzelnen Haares verbessert, als auch die Haardichte erhöht.

Biotin
Biotin lässt das Haar gesund, stark und gut aussehen. Dies wurde klinisch nachgewiesen, daher ist es neben anderen Vitaminen und Mineralien wichtig, eine angemessene Menge Biotin im Körper aufrechtzuerhalten. Fachärzte empfehlen, dass Menschen, die unter Haarproblemen leiden, neben anderen Medikamenten auch Biotin zu sich nehmen sollten.

Des Weiteren gibt es zahlreiche Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel, die dem Haarausfall entgegenwirken.

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